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Unauffällig und nützlich – die Amanogarnele, Caridina multidentata

14 Feb 2010 14:24 • geschrieben von Georg W. Just

Der Name lässt es vermuten: diese Garnele hat etwas mit dem weltbekannten Aquascaper Takashi Amano, dem „Vater des Aquascapings“, zu tun. Dieser setzte diese Garnelen in seine Aquarien, weil er beobachtet hatte, dass sie den ganzen Tag auf der Suche nach abweidbaren Algenbelägen waren, und „schwupps“ wurden diese doch recht unscheinbaren Garnelen weltberühmt:

Heute sind sie in jedem gut sortierten Zoofachgeschäft zu finden und ausamanogarnele02 der Pflanzenaquaristik nicht mehr wegzudenken. Ihren Siegeszug trat diese Garnele also von Japan aus, heraus aus den Becken des Herrn Amano, an. Sie sind quasi auch als die Pioniere des weltweiten Garenelenbooms anzusehen.

Durch ihr unscheinbares, fast durchsichtiges Aussehen fällt sie nicht auf, integriert sich somit fast unsichtbar sehr gut ins Aquascape, wie es z.B. rote, gelbe oder gar blaue Garnelen nicht tun und eher störend wirken würden, und erfreut uns trotzdem mit ihrer nützlichen Eigenschaft des Algenfressens.
Aber leider wird oft vergessen, dass diese Tiere keine reinen „Putzfrauen“ sind und auch wie jedes andere Tier Ansprüche an sauberes Wasser stellen. Wie alle Garnelenarten sollten sie als größere Truppe in gut eingefahrene Becken eingesetzt werden, denn in zu geringer Zahl und zusätzlicher Anwesenheit von etwas wilderen Fischen leben sie doch recht zurückhaltend, und man bekommt sie nur selten zu Gesicht.

Ein weiterer kleiner geschätzter Vorteil (von manchen auch gar nicht als solcher wahrgenommen) ist es, dass sich diese Garnele im Süßwasser nicht vermehrt: das bedeutet für uns Aquascaper bei einer Neueinrichtung oder beim Schießen eines finalen Layout-Fotos wesentlich weniger Arbeit, denn das Absammeln von anderen Vertretern der Wirbellosen gestaltet sich oft als mühsam und Nerven aufreibend.


Manchmal können die Amanogarnelen auch unsere heiß geliebten Pflanzen auseinanderrupfen und schrecken da vor keinem noch so zarten Moosblättchen zurück – dies ist ein Zeichen, dass es den Garnelen an Grünfutter fehlt: man sollte also extra zufüttern. Dies geht recht gut mit frisch überbrühten Brennnesseln oder Spinat sowie im Handel erhältlichen Garnelenfuttern. Danach sollte der "Grünfraß" wesentlich zurückgehen. Leider kann es auch vorkommen, dass diese Garnelen vor Übergriffen auf Schnecken, kleine Fische oder andere Garnelen nicht zurückschrecken, jedoch stellt dieses Verhalten die Ausnahme dar. Man sollte auch hier extra zufüttern, evtl. zusätzlich proteinreiche Nahrung in Form von Flocken- oder Granulatfutter anbieten.


Auf jeden Fall ist diese Garnele eine nützliche Bereicherung für jedes Aquascape, doch ihre Lebenserwartung liegt leider bei etwa nur 3 Jahren, wobei es auch Berichte von über 5 Jahre alten Garnelen gibt.

Weiterführende Informationen und Zuchtbericht auf der Seite der Gebrüder Logemann:
www.caridinajaponica.de

amanogarnele01

HIER könnt ihr über den Artikel diskutieren.

Georg W. Just

Webseite: www.just-aquascaping.com

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